Frauen*kampftag

Am 8. März ist der internationale Frauenkampftag. Er steht seit über hundert Jahren für den Kampf gegen Patriarchat, Sexismus und Unterdrückung. Wir nehmen ihn als Anlass, eine Woche lang in verschiedene feministische Themen reinzuschauen – auf der Straße und im Seminarraum, auf laute und leise, auf lustige und ernste Weise. Kommt mit!

Dienstag, 8. März 2016, 18:00 Uhr
Kochstr. 6a, Raum 00.3
Fatshaming, Lookismus- ganz normaler Alltagswahnsinn?
In unserer Gesellschaft gilt es als wahnsinnig wichtig gut auszusehen. Obwohl Schönheit im Auge der Betrachtenden liegt, geben uns Gesellschaft und Medien ein genau genormtes Schönheitsideal vor, unter dem besonders Frauen* zu leiden haben. Bereits im Kindesalter lernen wir, was schön und was hässlich ist, und haben diese Normen dermaßen idealisiert, dass wir genauso aussehen wollen. Aber was ist, wenn das aus verschiedensten Gründen nicht so leicht geht? Wenn der Körper trotz Diät und Entbehrungen zwar krank, aber einfach nicht schlank wird? Und was, wenn man überhaupt keinen Bock hat, der Norm zu entsprechen?
In diesem Workshop für Einsteiger_innen besprechen wir welche Formen von Vorurteilen gegenüber nichtnormierten Körpern in unserer Gesellschaft herrschen, welche Unterschiede zwischen ihnen bestehen, und wie man sich und das eigene Umfeld empowern kann.

Mittwoch, 9. März 2016
selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum, Wöhrmühle 7
Schilderbasteln ab 16:00 Uhr für die Demo am Samstag.
Um 19:00 Uhr veganes Essen für Alle, ab 20:00 Uhr feministischer Filmabend.
Für das Basteln am besten Kleidung mitbringen/anziehen, die Farbe abbekommen darf!

Donnerstag, 10. März 2016, 18:00 Uhr
Kochstr. 6a, Raum 00.3
Feministische Psychiatriekritik
Psychiatrie ist eine Einrichtung für als krank und gestört erklärte Menschen. Die dafür notwendigen Diagnosen unterliegen stetigem Wandel und gesellschaftlichen Kämpfen. Psychiatrie greift regulierend in die Geschlechterordnung ein, behandelt(e) „Homosexualität“ und „Gender-Dysphoria“. Feministische Psychiatriekritik bedeutet, die Institution und materiellen Realitäten der Psychiatrie genauso in Frage zu stellen, wie die Konstruktionen von Normalität und Wahnsinn. Im Vortrag geht es um die grundlegende Ansätze dieser Kritik.

Freitag, 11. März 2016, 19:00 Uhr
Sprecher*innenratsgebäude, Turnstr. 7 (Im Hinterhof)
Lesung
Wir lesen gemeinsam aus „Die Töchter Egalias“.
Anschließend gibt es eine Bullshitlesung, in der anhand sexistischer Werke aus verschiedenen Zeiten die Kontinuitäten ebenso wie mögliche Ansätze dagegen diskutiert werden können. Dabei darf ausführlich über die patriarchale Scheiße gelacht werden.

Samstag, 12. März 2016
11:00 Erlanger Innenstadt: Aktion des Frauenzentrums

12:45 Uhr Treffen am Bahnhofsvorplatz in Erlangen zur gemeinsamen Fahrt nach Nürnberg auf die Frauenkampftagsdemo.

14:00 Uhr Weißer Turm, Nürnberg: Start der Demo.